Der Junge und die Welt

Auf der Suche nach seinem Vater verlässt ein kleiner Junge sein Dorf und entdeckt eine fantastische Welt, die von Tier-Maschinen und anderen merkwürdigen Kreaturen belebt wird. Eine träumerische Reise, die durch die Augen eines Kindes, auf brillante Weise die Probleme unserer modernen Welt aufzeigt.

Die Reise des Jungen entfaltet sich bildgewaltig mit jeder neuen Station, immer verschiedener und komplexer werden die Animationen. Der Film kombiniert die unterschiedlichsten Techniken und Farben, von der Ölfarbe bis zum Kugelschreiber ist alles dabei. Wird das Dorf noch in feinen, minimalistisch gehaltenen Skizzen gezeigt, erscheinen die von Baumwollfeldern gesäumten Landstraßen in pastellfarbenen, breiten Pinselstrichen, die sich in wilden Wellen verlieren. Die Stadt entsteht vor den Augen Cucas aus verschiedenen Collagetechniken im Strudel bunter Farben. Explodierende Feuerwerkskörper erleuchten den Himmel über den zusammengestückelten Favelas, während Neonwerbung und grelle Schaufenster die Straßen erhellen.
Ohne Dialoge beschreibt der Film auf besondere Weise den Konflikt zwischen arm und reich, Land und Stadt, indigenen Einwohnern und Weißen, Handarbeit und industrialisierter Arbeit – doch durch das Drunter und Drüber der Stadt vernimmt man das Schlagen der Herzen der Menschen wie einen Song. Ein Meisterwerk!

Im Programm vom Reflecta Filmfestival 2016 in Wiesbaden.

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