Frohes Schaffen

Nitsche sagte schon: „wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich selbst hat, ist ein Sklave.“ Das mit dieser Form der Knechtschaft nicht gebrochen wird sondern, im Gegenteil, sie gehuldigt und zelebriert wird, zeigt auf satirisch-spielerische Art und Weise Konstantin Faigle in seiner Doku-Fiktion FROHES SCHAFFEN – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral.

Burnout, unbezahlte Überstunden, Rente mit 67, Wochenendarbeit, die Arbeit ist die Sonne unseres Alltagsuniversums. Um sie dreht sich alles. Sie ist Sicherheit, Selbstbestätigung, Existenzberechtigung. Sie ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt FROHES SCHAFFEN diesen vergötterten Lebenssinn der Arbeit.

Auf dem Pfad einer Genese des Arbeitsbegriffs, begibt er sich in die heiligen Hallen alter Arbeiterstätte, spricht mit zahlreichen Soziologen und Philosophen und dekonstruiert den heutigen Arbeitsmarkt um auf unterhaltsame, humorvolle und auch tiefgründige Weise dem Mensch klarzumachen: wahres Glück liegt im Recht auf Faulheit.

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Pressestimmen:

„Über ihr Schaffen definieren sich die meisten Menschen, beziehen sie ihr Selbstbewußtsein, Bestätigung und Sicherheitsgefühl. Doch was bleibt , wenn man keine Arbeit mehr hat?“ – Frankfurter Rundschau

 

„Durchleuchtet den „Heiligen Gral“ Arbeit humorvoll und erfrischend unkonventionell“ – Saarländischer Rundfunk

 

„Stellt euch vor es gibt Arbeit und niemand ginge hin.“ – FAZ

 

„Faigles Ziel ist von Anfang an klar definiert: Den Zuschauer in knapp 100 satirischen Minuten zu „bekehren“ vom Arbeitsgott abzulassen und den Müßiggang zu heiligen. Und das gelingt ihm auf eine amüsante und sehr unterhaltsame Art und Weise.“ – globe

 

Preise:

  • 34. Filmfestival Max Ophüls Preis 2013 – Wettbewerb Dokumentarfilm
  • 29. Kasseler Dokfest 2012 – Eröffnungsfilm

Darsteller Spielfilmteil:

Helene Grass – Freelancerin
Hubertus Hartmann – Ingenieur
Roland Jankowsky – Versicherungsangestellter
Heinz W. Krückeberg – Rentner
Jochen Picht – The Idler
Nina Proll – Cappuccino Mutter

Im Programm vom Reflecta Filmfestival 2016 in Wiesbaden.

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