Identitäten III: Arbeit – Leistung – Zeit

Arbeit ist weit mehr als Broterwerb allein. Sie ist identitätsstiftend und sinngebend geworden, bestimmt unsere Stellung in der Gesellschaft und nicht selten auch den eigenen Selbstwert. Auf die Frage: "Was möchtest Du werden, wenn Du groß bist?" hört man stets einen Beruf.

Arbeit ist weit mehr als Broterwerb allein. Sie ist identitätsstiftend und sinngebend geworden, bestimmt unsere Stellung in der Gesellschaft und nicht selten auch den eigenen Selbstwert. Auf die Frage: „Was möchtest Du werden, wenn Du groß bist?“ hört man stets einen Beruf. Doch wie sinnvoll sind die Tätigkeiten, denen die meisten von uns nachgehen, wirklich? Bei den Zahlen von Burn-Out, Depressionen und plötzlichen Herzinfarkten dürfte der gesundheitliche Aspekt unseres Umgangs mit der Arbeit außer Frage stehen. Doch was sind die Alternativen und Antworten auf die einfache Frage: Wie wollen wir Leben? Fremdbestimmt, individuell? Tatsächlich? Als lebende Dauerhochleistungswesen mit ständig weiterem „Mehrwert“ oder als Individuen mit besonnener Unruhe?
Die „Hochleistungs- und Zeiteffizienzmentalität“ bleibt jedoch nicht allein in der Arbeitswelt, sondern nimmt nach und nach unsere Freizeit und Lebenswelt ein.

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