Gegengerade – 20359 St. Pauli

Gegengerade ist polemisch, pathetisch, absolut satirisch überhöht und bei Gelegenheit zu grob, wo er es nicht sein muss. Gegengerade ist ein politischer Film, berichtet Tarek Ehlail: Alle die ihn gemacht haben verbindet ein Statement, ein Selbstverständnis. Fußball ist in diesem Falle Kultur, Begegnung und vor allem progressive Realität.

Seit Monaten gehen in Hamburg immer wieder Autos in Flammen auf. Und kurz vor Anpfff gerät plötzlich Kowalski ins Visier der Fahnder. Ist er ein Brandstifter? Oder wurde er verraten? Für Kiez-Original Baldu (Mario Adorf), der eine Bierbude am Stadion betreibt und der Boxtrainer de Jungs ist, ist das keine Frage. Kowalski ist unschuldig! Staatsanwalt Stiller (Dominique Horwitz) jedoch ist ganz anderer Meinung. Er wittert seine Chance, sich endlich an den verhassten Pauli-Fans zu rächen – und befehlt den Zugriff. Ohne Rücksicht auf Verluste….

„[…] Vom Spiel selber ist dabei kaum etwas zu sehen, aber das ist ja auch nicht das Wichtigste. Das Wichtigste sind die Fans, die Gegenkultur auf St. Pauli und der Kampf gegen die Kommerzialisierung des Viertels, das den Wohnraum nur noch für reiche Yuppies erschwinglich macht. Noch entscheidender ist allerdings der Spaß, den dieser Protest bereitet, das Feiern einer Gegenkultur, in der Schlägereien, Besäufnisse und das Hämmern des Punk zu einer anarchischen Wutorgie verschmelzen. Ein Film für jene, die es laut, wild und derb lieben.“

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  • Subkulturen
  • Sprache: Deutsch
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 2011
  • Länge: 100 min
  • Film von: Tarek Ehlail

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