Manufactured Landscapes

Der Film beginnt mit einer beeindruckenden Kamerafahrt, die sich allmählich und ohne visuellen Schnickschnack zu einem ersten Spannungshöhepunkt entwickelt. Ein rundum gelungener Einstieg in diese Dokumentation der Sujets und Arbeitsweise des 1954 geborenen kanadischen Fotografen Edward Burtynsky, dessen grossformatige Bilder bereits ihren Weg unter anderem ins New Yorker Museum für moderne Kunst gefunden haben.

Eine Fabrik, die 20 Millionen Bügeleisen jährlich herstellt. Ein Damm so unermesslich gross, dass 13 Städte niedergerissen und über 1 Million Menschen umgesiedelt werden müssen. Eine Stadt, in der sich Wolkenkratzer erstrecken, wohin das Auge reicht. Dies sind Motive vor der Kamera des weltbekannten Fotografen Edward Burtynsky.

Ein Schwerpunkt der Arbeit Burtynskys bildet China, wo auch wesentliche Teile des Films entstanden sind. China ist seit wenigen Jahren auf vielen Ebenen ins Zentrum des westlichen Interesses gerückt, und allein die Arbeit am 3-Schluchten-Staudamm mit der Umsiedlung von mehr als einer Million Menschen und dem Überfluten von 13 Städten ist ein Jahrtausendprojekt, dessen Dokumentation wohl historische Bedeutung zukommt. Natürlich gibt es auch Schwierigkeiten mit den Behörden, wenn sich jemand für die Schattenseiten des brachialen Fortschritts interessiert, Baichwal und Burtynsky lassen sich aber nicht entmutigen. Wie Burtynskys erstaunliche und irritierende Fotografie sinniert auch der Film über die Einflüsse des Menschen auf unseren Planeten, ohne je vereinfachende Lösungen oder Antworten zu liefern. Dabei fordert der Film unser eigenes Urteil heraus, verändert unsere Wahrnehmung der Welt und wie wir ihr begegnen. Der Kameramann ist Peter Mettler (Regisseur von GAMBLING, GODS AND LSD).

“Ein höchst ungewöhnliches Kinoerlebnis, das die Sinne und das Bewusstsein gleichermaßen stimuliert.“

John DeFore

“Eine Arbeit, die in gleichem Maße stimmig, innovativ und aufregend ist wie ihr Subjekt.“

Geoff Pevere (Toronto Star)

“Ein ungewöhnlich packender, wunderschöner, aufschlussreicher, berührender Film, der zum Denken anregt.“

Preise:

2006 Festival de Toronto: Bester Dokumentarfilm, Bester kanadischer Film
2007 Festival de Sundance: Publikumspreis

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