Quadrophenia

Der Film behandelt die Identitätskonflikte britischer Jugendlicher der Arbeiterklasse in den 1960er Jahren. Als Grundlage dieses Konfliktes werden die Vertreter zweier Subkulturen der 1960er Jahre, die Mods und die Rocker in Großbritannien verwendet.

Im Zentrum des Films steht der junge James Michael „Jimmy“ Cooper, der Mitte der 1960er Jahre in London einer Clique von Mods angehört. Im Gegensatz zu den Rockern, die in Lederkleidung auf schweren Motorrädern in der Stadt unterwegs sind, bevorzugen Mods Anzüge und als Gegensatz hierzu alte Militärparka mit entsprechenden militärischen Abzeichen; anstelle der Motorräder fahren Mods häufig getunte Motorroller (mehrere Spiegel am Schmutzfänger), hauptsächlich der Marke Lambretta oder vereinzelt Vespa.

Der Film gilt als gelungenes Generationenportrait der 1960er Jahre in England. Sting, damals noch Sänger der Band Police, gab in diesem Film sein Schauspieldebüt. Die Songs von The Who (und einiger anderer damals populärer Rockgruppen) sind mehr als Untermalung der Bilder. In gegenseitiger Komplettierung und Kommentierung entsteht vielmehr das komplexe Bild einer vergangenen Ära samt ihrer Mythen.

„Inspiriert von dem gleichnamigen Rockalbum der britischen Gruppe ‚The Who‘ erzählt der Film eine Geschichte aus der jugendlichen Subkultur im England der frühen 60 Jahre: Der junge Jimmi, Mitglied der ‚Mods‘, die sich mit den ‚Rockern‘ regelmäßig Straßenschlachten liefern, himmelt den Anführer seiner Clique als Idol an, erkennt aber nach vielen Enttäuschungen, daß dessen Helden- und Rebellentum nur vorgetäuscht ist. Dank guter Darsteller und schwungvoller Regie ein bemerkenswertes Generationsporträt ohne falschen nostalgischen Glamour.“

film-dienst

  • Subkulturen
  • Sprache: OmU Englisch-Deutsch / Deutsch
  • Land: Groß-Britanien
  • Jahr: 1979
  • Länge: 113 min
  • Film von: Franc Roddam
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