Wir könnten, Wir sollten, Wir hätten doch…

Sonntagabend im verschneiten Deutschland, kurz vor dem Tatort. Im Fernsehen laufen die gewohnten Nachrichten über Flüchtlingskatastrophen an der Küste Italiens, in der Küche wird Sushi auf einer Platte gestapelt. Ein Pärchen freut sich auf einen gemütlichen Abend zu zweit, doch plötzlich klingelt ein Fremder, dem es draußen zu kalt ist. Es entbrennt ein Streit darüber, was man nun tun könnte, sollte oder müsste…
 
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David M. Lorenz
 
David Marius Lorenz wuchs in Freiburg im Breisgau auf. Auf das Abitur folgte ein Jahr Zivildienst in Australien. Danach arbeitete er bei Film und Fernsehen in München, bevor er nach Österreich zog, um „Theater-, Film- und Medien-wissenschaften“ an der Universität in Wien zu studieren. Nebenher weiterhin Tätigkeiten in nahezu allen Funktionen an Filmsets im In- und Ausland. Darauf folgte ein Studium der „Audiovisuellen Medien“ (Fachrichtung Fimregie) in Berlin, das er 2013 mit Auszeichnung und einer Arbeit über die Dramaturgie von fiktionalen Kurzfilmen abschloss.
Sein erster während des Studiums gedrehter szenischer Kurzfilm „Ein Augenblick in mir“ – eine Tragikomödie über einen traurigen Clown – lief auf über 100 Festivals weltweit (u.a. Trieste Film Festival, PlusCamerimage, Short Shorts Tokyo, Watersprite Student Film Festival Cambridge – nominiert für best fiction film/best direction) und wurde mehrfach ausgezeichnet (u.a. als „bester Kurzfilm“ beim AVANCA 2013 in Portugal und bei den Biberacher Filmfestspielen). Weitere Projekte sind ein längerer Dokumentarfilm („In Zukunft“) über ein von der Welt vergessenes Dorf in Russland sowie der dokumentarische Kurzfilm „Entschuldigen Sie bitte die kurze Störung“ über die Berliner Straßenfeger-Verkäuferin Nicole Y., der auf dem interfilm Festival Berlin seine Premiere feierte und inzwischen einige Filmpreise gewonnen hat. Im Frühjahr 2014 hat er den fiktionalen Kurzfilm „Wir könnten, Wir sollten, Wir hätten doch…“ über Eigennutz und Nächstenliebe gedreht, der Ende Januar beim Max Ophüls Preis 2015 seine Premiere hatte. Im Sommer 2014 entstand in einem von ihm geleiteten Workshop im Rahmen des AVANCA Film Festivals der Kurzfilm „Mondar O Milho“ über Maisfarmer in Portugal. David M. Lorenz lebt und arbeitet freiberuflich in Berlin.
 
Filmografie (Auswahl)
 
2015: WIR KÖNNTEN, WIR SOLLTEN, WIR HÄTTEN DOCH… / WE SHOULD HAVE, WE COULD HAVE, WE DIDN’T…
2013: IN ZUKUNFT / IN FUTURE
2012: ENTSCHULDIGEN SIE BITTE DIE KURZE STÖRUNG / SORRY TO INTERRUPT
2011: EIN AUGENBLICK IN MIR / IN THE NICK OF TIME
2008: DES TEUFELS GRILLER ODER WIE ICH ZUM KÄSEKRAINER WURDE
 

  • Artivist Award 2015
  • Sprache: deutsch mit englischen Untertiteln
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 2015
  • Länge: 11:22 min
  • Film von: David M. Lorenz
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Weitere Filme: