Rückblick Festival 2015

Stehender Applaus beim Reflecta Filmfestival. Auch im Jahr 2015 erfreut sich das Filmfest einer ungebrochenen Beliebtheit beim Publikum. So besuchten vom 27. bis zum 29. November zahlreiche Zuschauer das Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm. Das Motto in diesem Jahr: „Identitäten“. In Filmbeiträgen, Debatten sowie durch Gespräche und den Besuch von Workshops konnten sich die Teilnehmer zu den Themen Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft informieren und anregen lassen.

 

Der diesjährige Eröffnungsfilm „3min“ von Van Bo Le-Mentzel weckte bei den Besuchern besonderes Interesse. Der Protagonist ist ein junger Musiker, der erkennen muss, dass sein Erfolg untrennbar mit der Anerkennung seiner eigenen Herkunft und Identität verknüpft ist. Neben dem Hauptdarsteller Shai Hoffmann waren an diesem Abend ein Teil der Filmcrew sowie Ahmad Milad Karimi, Verfasser des Romans „Osama Bin Laden schläft bei den Fischen“, der Le-Mentzel zu diesem Film inspirierte, zu Gast. Stehender Applaus war der Lohn durch das Publikum.

Aber auch an den anderen Festivaltagen wurde einiges geboten. Stets dem eigenen Anspruch treu, von der Theorie ein Handeln abzuleiten, wurden, begleitend zu den Filmen, Beiträge in Form von Podiumsdiskussionen, Debatten sowie Workshops präsentiert. Konzerte umrahmten dieses Programm.

Weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war auch in diesem Jahr die Verleihung des Reflecta Artivist Awards – ein Preis, der Filme auszeichnet, die Kunst und Aktivismus miteinander verbinden und den Zuschauer so zum eigenen Handeln aufrufen. Die Festivalleitung wählte aus über 250 Beiträgen 14 Finalisten aus, die dann der Jury, bestehend aus Matthias Pees (Intendant und Geschäftsführer Mousonturm), Cesy Leonard (Chefin des Planungsstabs beim Zentrum für politische Schönheit und Filmemacherin) sowie den Filmemachern Pedro Ramirez (http://anthropoidmardigras.com/) und Alicia Sully (whattookyousolong.org) und dem Publikum präsentiert wurden.
Den ersten Preis erhielt David Lorenz für seinen Beitrag „Wir könnten, Wir sollten, Wir hätten doch…“. Zweitplatzierter und Publikumsliebling wurde der Film „Wert der Arbeit“ von Matthias Koßmehl.

 

Wir danken unseren Partnern und Förderern. Ohne sie wäre Reflecta nicht möglich.

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Freitag, 27.11.2015

18:00 Einlass

ab 18:00 Musik Marc Jolliffe am Klavier

Marc JolliffeMarc Jolliffe

Marc studierte in Newcastle-upon-Tyne Jazz und Popular Musik. Während der letzten acht Jahre war er Mitglied in verschiedenen Jazz-/Blues, sowie Rock- und Pop-Ensembles.  Von früh an begeisterte er sich für Filmmusik, weswegen wir uns auch auf Klassiker der Filmgeschichte freuen dürfen.

18:30 Eröffnung im Saal und Kurzfilme

19:00 Vortrag und Film Van Bo Le-Mentzel: 3 min

Zu Van Bo Le-Mentzel (Gewinner des Nachhaltigkeitspreises 2014):



https://de.wikipedia.org/wiki/Van_Bo_Le-Mentzel
https://www.facebook.com/buildmorebuyless

Neben Van Bo Le-Mentzel sind anwesend: Shai Hoffmann (Hauptdarsteller), Nadia Doukali (Hauptdarstellerin), Van Bo Le-Mentzel (Initiator), Idil Baydar (Jilet Ayse), Sandy Kudella (Regie), Abdulkadir Cakar (Co-Darsteller, Designer, Theologe), Michael Homa (Kamera und Ton), Milad Karimi (Religionsphilosoph, Bestsellerautor von „Osama Bin Laden schäft bei den Fischen“ – dem Buch, das als Inspiration für den Film 3min diente und Gastdarsteller im Film).

Zum Film:

Der erfolglose Ali Habibi will mit seiner Band Alias Love ein Konzert in Berlin veranstalten und als Pop-Musiker groß rauskommen. Mit der Band erhofft er sich die Anerkennung zu erlangen, die er weder von seinem religiösen Vater Mohammed noch von seiner Freundin Alicia bekommt. Zu allem Unglück wird Ali mit einer gesundheitlichen Herausforderung konfrontiert, die ihm fast das Leben kostet. Erst als Ali sich seiner Herkunft stellt, findet er zu sich selbst und zum langersehnten Glück. Eine zentrale Rolle in diesem Film spielt ein drei minütiger Gesang, das so genannte Azan-Gedicht – der rituelle Gebetsaufruf zum täglich fünfmaligen Gebet. Der Film ist eine Einladung, die Schönheit des Koran auf eine cineastische Weise zu erfahren.

Die Hauptrolle des Muslims Ali Habibi wird von dem Juden Shai Hoffmann verkörpert. Für Hoffmann ist die Rolle eine Grenzerfahrung in jeglicher Hinsicht. Die Geschichte ist zu großen Teilen aus seiner Biografie entlehnt. Hoffmann setzt sich im echten Leben für gemeinnützige Projekte ein, unter anderem will Hoffmann als Betroffener für das Thema Organspende sensibilisieren. Im offenen Entstehungsprozess des Filmes hat sich eine Gruppendynamik gebildet, die auf bemerkenswerte Weise sowohl Muslime als auch Juden aus verschiedenen Schichten zusammenbringt. Es wirken sowohl Fromme als auch unreligiöse Menschen mit. Eine weitere Besonderheit ist die Entstehungsgeschichte des Drehbuches. Alle Charaktere und Handlungen sind aus den Biografien der Darsteller inspiriert. Bis zum Dreh wurde bewusst auf ein festes Skript verzichtet, um den Zauber des Zufalles und der Schwarmintelligenz zu einer narrativen Quelle werden zu lassen. Diese Herangehensweise, eine Mischung aus Impro-Theater, Mocumentary und Crowdsourcing, nennen wir „Crowdscripting“ – Geschichten entwickeln mit der Crowd.

Anwesend: Shai Hoffmann (Hauptdarsteller), Nadia Doukali (Hauptdarstellerin), Van Bo Le-Mentzel (Initiator), Idil Baydar (Jilet Ayse), Sandy Kudella (Regie), Abdulkadir Cakar (Co-Darsteller, Designer, Theologe), Michael Homa (Kamera und Ton), Milad Karimi (Religionsphilosoph, Bestsellerautor von „Osama Bin Laden schäft bei den Fischen“ – dem Buch, das als Inspiration für den Film 3min diente und Gastdarsteller im Film).

21:30 Film Sound of Heimat

Deutschland 2011 – Regie: Arne Birkenstock, Jan Tengeler – Originalfassung: deutsch – Untertitel: englisch, Länge: 90 min

Wonach sucht ein neuseeländischer Saxofonist schottischer Abstammung in der ostdeutschen Provinz? Die Antwort ist ganz einfach: nach musikalischer Extravaganz! Und nach Heimat. Was zunächst verwirrend klingt, wird durch Hayden Chisholm zu einer musikalischen Abenteuerreise mit Kultcharakter. Der charismatische Musiker ermöglicht uns einen neuen Blick auf deutsches Liedgut: spritzig, farbenfroh und emotional – voller Leben und voller Musik. Auf der Suche nach den Urgesteinen deutscher Volksmusik macht Chisholm viele skurrile Bekanntschaften, prostet beim Musikerstammtisch fröhlich in die Runde und stimmt mit Saxophon und Klarinette in so manche Polka mit ein. Die Vielseitigkeit der deutschen Volksmusik, die in unserem Alltag scheinbar kaum eine Rolle spielt, offenbart hier ungeahnte Reize, deren authentischem Charme man sich als überraschter Beobachter nicht entziehen kann. Er besucht einen alten Bandonionspieler im Erzgebirge, macht mit bei einem Kurs „Jodeln und Wandern“ im Allgäu und singt mit in einer Kneipe in Köln. Und in einer Kirche bei Wittenberg trifft er auf die Rockmusikerin Bobo, die alte Volkslieder neu vertont. Doch der Missbrauch vieler Volkslieder im Dritten Reich wirkt bis heute nach. Und so spürt Chisholm bei aller Liebe zur Musik auch die Ambivalenz in unserem Land, wenn es um das Thema Volksmusik geht.

23:00 Konzert im Lokal: Venstar

venstarvenstar

Als „Gemisch aus dunkelromantischen treibenden Klängen“ und „Zusammenspiel aus warmen elektronischen Flächen, attraktiver Stimme und knackigen Drums“ beschreiben Venstar aus Offenbach ihre Stücke. Wir sind jedenfalls mehr als gespannt auf die neue Indie-Elektronika-Band.


Samstag, 28.11.2015

14:00 Stadtrundgang

Weltreisen durch die Wohnzimmer unserer Stadt begleitet von deren Bewohnern

Frankfurt ist eine bunte Stadt. Viele Menschen wünschen sich mehr echte Begegnungen und ein besseres Kennenlernen dieser Vielfalt. Auf den Weltreisen durch Wohnzimmer öffnen die Reiseleiter ihr Wohnzimmer für etwa zwei Stunden für fünf bis zehn Reisende und erzählen von ihrem Herkunftsland. Ziel der Reise ist die Begegnung und der Dialog – fernab von Klischees oder Stereotypen. Die Weltreise verläuft in Kooperation mit „Schöne Aussichten“. Wer ein 3-Tages-Festival-Ticket hat, für den ist die Reise mitinbegriffen. Für Tageskartenbesitzer_innen kostet die Reise die Hälfte des normalen Preises (5 €). Die Anmeldung erfolgt über Schöne Aussichten: www.schoeneaussichtenffm.de/weltreise Im Anschluss laden wir zum Austausch in der Festival-Wohnzimmerecke ein.
Der Rundgang endet am Mousonturm

15:30 Einlass

ab 16:00 Musik im Cafe: Marc Jolliffe am Klavier

Marc Jolliffe

Marc studierte in Newcastle-upon-Tyne Jazz und Popular Musik. Während der letzten acht Jahre war er Mitglied in verschiedenen Jazz-/Blues, sowie Rock- und Pop-Ensembles.  Von früh an begeisterte er sich für Filmmusik, weswegen wir uns auch auf Klassiker der Filmgeschichte freuen dürfen.

ab 16:00 „Wohnzimmer“ (Sitzecke der Mitveranstalter des vorigen Stadtrundgangs) im Mousonturm zur Vertiefung und zum Austausch.

17:00 Film: My stuff

Finnland 2013/D 2015 – Regie: Petri Luukkainen – Originalfassung: finnisch – Untertitel: deutsch, Länge: 80 min, Originaltitel: Tavarataivas

Petri ist Mitte 20 als seine Freundin ihn verlässt. Er tröstet sich, indem er seine Kreditkarte zum Glühen bringt. Er kauft und kauft und kauft. Glücklicher wird er dadurch nicht.

Petri steckt tief in einer echten Existenzkrise, als er sich entscheidet, ein Selbst-Experiment zu starten: Er packt alles (wirklich alles!), was er hat in ein Self Storage-Lager und legt klare Regeln fest:

1. Das Experiment dauert ein Jahr.
2. Jeden Tag darf er einen Gegenstand aus dem Lager zurückholen.
3. Neue Dinge kaufen, darf er in dieser Zeit nicht.

Er setzt sein Leben zurück auf Anfang. Petris neues Leben beginnt nackt in einem leeren Apartment…

18:30 Artivist Award. Juryvorstellung

Matthias PeesMatthias Pees

Matthias Pees

Matthias Pees war nach seiner Tätigkeit als Journalist und Theaterkritiker Dramaturg an renommierten Bühnen. In den letzten Etappen war er leitender Dramaturg der Wiener Festwochen sowie Kurator von Theaterfestivals im Hebbel am Ufer, bevor er 2013 Intendant und Geschäftsführer des Künstlerhauses Mousonturm wurde.

 

Alicia SullyAlicia Sully

Alicia Sully

Alicia ist die leitende Filmemacherin und Mitgründerin von What Took You So Long?. Die Organisation ist bekannt dafür, Pionier in Guerrilla Filmmaking zu sein. Sie arbeitet mit kleinen und großen Organisationen an wenig erschlossenen Orten. Alicia filmt pro Jahr in 20 Ländern und lebt in der Hälfte von ihnen. Sie führt Regie und erstellt Filme für Non Profit Organisationen und Soziale Unternehmen in erstaunlichem Ausmaß. Bereits seit 17 Jahren filmt sie und bringt anderen Menschen das Filmen bei. Alicia hat zu Beginn ihrer Laufbahn viele Preise gewonnen und widmete sich seit dem voll und ganz ihrer Fähigkeit, Filme zu drehen, die die Sichtweisen der Menschen verändern.

Pedro Julio Ramirez Paz

Pedro Julio Ramirez Paz

Pedro Julio Ramirez Paz

Pedros berufliche Laufbahn begann als Industrie-Ingenieur in seinem Heimatland Guatemala und danach Schweden, bis er seine Leidenschaft für Film und Fotografie entdeckte. Während eines langen Aufenthaltes in Kenya, wo er seine Frau und Filmemacher-Kollegin Alicia Sully kennenlernte, entschied er, ihr und ihrem Team What Took You So Long? als fotografischer Leiter beizuwohnen. Mit dem Team und später auch selbstständig, hat er in mehr als 30 Ländern gearbeitet – von Irak bis Columbien. Er hat unzählige Dokumentar- und Kurzfilme für Kunden wie Oxfam, die ONU, IRC, Human Rights Watch, Vice News und Al Jazeera produziert, gedreht und Regie geführt. Mit seinem Hauptaufenthaltsort Nairobi, liegt Pedros Augenmerk vor allem auf Ostafrika und dem Horn von Afrika. Er liebt Kaffee.

Über whattookyousolong

What Took You So Long?“ ist eine Organisation, die sich dem Guerilla Filmmaking verschrieben hat: Das Budget ist klein, die Nähe zu den Protagonisten umso größer. Die Guerilla Filmmaker leben in dem Umfeld, das sie dokumentieren, ungewohnte Perspektiven sind das Resultat.

 

Cesy Leonard - Photo by Patry K WittCesy Leonard – Photo by Patry K Witt

Cesy Leonard – Zentrum für Politische Schönheit

Cesy Leonard ist Filmemacherin, Künstlerin und Chefin des Planungsstabs im Zentrum für Politische Schönheit wo sie unter anderem das Filmdepartment führt. Ihr Film Schuld – Die Barbarei Europas http://www.politicalbeauty.de/Schuld.html gewann 2012 den Deutschen Webvideopreis. Beim Steirischen Herbst inszenierte sie die „Kanzlerin im Untergrund“. Ihr Szenischer Kurzfilm „Montags Tanzen“ war dieses Jahr auf dem Max Ophüls Festival in Saarbrücken zu sehen und beim Achtung Berlin Festival.

Zentrum für politische Schönheit

Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) ist eine Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit – zum Schutz der Menschheit. Grundüberzeugung ist, dass die Lehren des Holocaust durch die Wiederholung von politischer Teilnahmslosigkeit, Flüchtlingsabwehr und Feigheit annulliert werden und dass Deutschland aus der Geschichte nicht nur lernen, sondern auch handeln muss. Das ZPS betreibt eine parallele (schönere) deutsche Außenpolitik, die auf Menschlichkeit als Waffe setzt. Von Bosnien-Herzegowina über Aleppo bis in die Waldberge vor Melilla künden die Aktionen von der Kunst als fünfter Gewalt im Staate.

Das ZPS gehört zu den innovativsten Inkubatoren politischer Aktionskunst und steht für eine erweiterte Form von Theater: Kunst muss weh tun, reizen, Widerstand leisten. In eine Begriffsallianz gebracht: aggressiver Humanismus. Das ZPS betreibt Theater als Form gesellschaftlicher Selbstvergewisserung im Sinne der Antike. Inszenierungen und Werke am Gorki Theater, 7. Berlin Biennale, Theater Dortmund, Steirischer Herbst, NGBK, ZKM Karlsruhe u.v.a.

 

„Das Zentrum für Politische Schönheit ist ein Medium der neuen Art:Sie schaffen sich die Nachrichten, die sie gern hätten, gleich selbst!“

Spiegel Online

„Ihre Mittel sind drastisch!“

DIE ZEIT

 „Große Visionen und Lebensziele sind den Mitgliedern des Zentrums für Politische Schönheit nicht fremd. Während die Sehnsüchte ihrer Generation um Karriere, Weltreise und Familie kreisen, ist es ihr erklärtes Ziel, Genozide zu verhindern. Nachdem sie dafür nahe liegende Wege wie Entwicklungshilfe, Politik oder Wissenschaft ausgeschlossen haben, lautet die Strategie Aktionskunst.“

taz

20:00 Finalisten Artivist Award

21:30 Publikumsabstimmung und Preisverleihung

22:30 Gastone – Konzert im Cafe

GastoneGastone

Eine Schublade für den Sound von Gastone aufzumachen dürfte in etwa so schwierig werden wie den Sumpf der Mafia in Italien trocken zu legen. Ob Reggae, Rock, Pop oder italienische Folklore — Genregrenzen haben Gastone nie gekannt.

Sie sind nicht nur die dickste Band Deutschlands, sondern wahrscheinlich auch die stärkste Band, zumindest laut eigener Aussage hat sie noch keiner im Armdrücken besiegt.

Einmal meinte ein Plattenfirmenmanager zu Giuseppe, er wäre kein richtiger Künstler. Und dann wäre da ja auch noch der Bauch. Wenn Giuseppe Porrello von der Begegnung erzählt, muss er lachen. Seit rund zehn Jahren steht der in Frankfurt lebende Italiener zusammen mit Diego Iriarte, Stefan Bender und Tomek Witiak auf den verschiedensten Bühnen. Drei oder vier Auftritte im Monat sind keine Seltenheit für Gastone. In der hessischen Metropole und Umgebung sind sie längst mehr als nur ein Geheimtipp. Und im Gegensatz zu den Richtungsweisern auf dem Frankfurter Parkett zeigen die für Gastone stetig nach oben.

So spielten sie mittlerweile 5 Deutschland Tourneen als Support von AYO ,NNEKA und LA VELA PUERCA und Panteón Rococó.

Trends müssen Gastone schon lange nicht mehr hinterherlaufen. „Wir sind richtige Männer und keine Teenies mehr“, schmunzelt Giuseppe. Auf der Bühne oder im Studio machen sie das, worauf sie Bock haben. Und das kann ziemlich viel sein. Stilistisch festgelegt haben sich Gastone nicht. Mittlerweile laufen sie auch in den Clubs. Mit diversen Remixen von „Shake it.“ und mit dem Lokalistensong „Nur für Dich“ gelang Ihnen der Durchbruch über Frankfurts Grenzen hinaus.

Einen klassischen Frontmann haben Gastone übrigens nicht, was sich für die Band gerade auf der Bühne als Trumpf bewährt. „Da hat jeder von uns mal was zu sagen“, erzählt Giuseppe.

Mehr Infos gibt es unter:
http://www.gastone.biz/
http://www.facebook.com/gastoneband
http://www.myspace.com/gastoneband

 


Sonntag, 29.11.2015

14:00 Einlass

ab 14:30 „Salon du Jazz“ im Cafe

Salon du JazzSalon du Jazz

Die instrumentale Musik von „Salon du Jazz“ aus Karlsruhe ist vielfältig und oft auch grenzübergreifend zu anderen Genres. Charakteristisch sind  die gefühlvollen Melodielinien des Alt-Saxofonisten Moritz Koch und die Lautmalereien von Jochen Ebert an der akustischen Gitarre, die von Dieter Seiferling am Kontrabass und Robert Schickle am Percussion groovig zur Geltung gebracht werden. Die akustischen Instrumente sorgen für einen transparenten Klang und eine dezente Lautstärke.

„Salon du Jazz“ begeistert bei seinen Konzerten immer wieder die unterschiedlichsten Zuhörergruppen, so dass nicht nur ausgesprochene Freunde des Jazz auf ihre Kosten kommen.

Seit seinem Auftritt beim SWR-Fernsehen ist das Quartett „Salon du Jazz“ über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus bekannt und ihre CDs werden deutschlandweit gehört.

Weitere Infos  www.salon-du-jazz.de

15:00 ShoutOutLoud: Aktion

Shout out LoudShout out Loud

Integration geht durch den Magen – Kochen mit Flüchtlingen und Migranten – Eine Initiative von ShoutOutLoud. Gekocht werden die Lieblingsspeisen einiger Teilnehmer. Die syrische Küche ist dabei – aber nicht nur die, denn wir möchten Vielfalt pflegen! Die Teilnehmer sind dazu aufgerufen, Lieblingsrezepte aus ihrer Heimat zu schicken und einen Abend lang Chefkoch zu sein. Das Essen wird soweit wie möglich mit geretteten Lebensmitteln zubereitet.

15:30 Kurzfilm: Mohammed auf der Flucht

Türkei 2014 – Regie: Guido Holz – Originalfassung mit Zweikanalton: deutsch, Länge: 25 min

Mohammed auf der FluchtMohammed auf der Flucht

Mohammed ist 13 Jahre alt und mit seiner Familie in die Türkei geflohen. Sie sind vor dem Bürgerkrieg in seiner Heimat Syrien geflüchtet und leben jetzt in einem wilden Flüchtlingscamp an der türkisch-syrischen Grenze. Viele Verwandte von Mohammed sind bei der Bombardierung ihres Dorfes umgekommen. In seinen Träumen sieht er die Raketenangriffe auf sein Dorf. Aber er will trotzdem unbedingt wieder in sein Land zurück.
Es gibt viele Berichte über diese Schicksale, über dieses Leid. Was macht diesen Film so besonders? Der Regisseur Guido Holz schafft es, dieses schwierige und wichtige Thema so zu erzählen, dass es auch junge Menschen erreichen kann, dass sie sich mit Mohammed identifizieren können – ohne dass er verharmlost oder Fakten verschweigt. Er macht Mohammed zum Protagonisten und wo immer möglich zum Erzähler dieser Geschichte, er erklärt und zeigt uns seine Welt, mal tapfer, mal aufgewühlt aber immer so, dass er seine Zuschauer berührt, ohne sie zu verängstigen oder zu überfordern. Diese Balance aus verständlicher, journalistischer Berichterstattung, emotionaler Tiefe und dem Blick auf Augenhöhe für sein junges Publikum, gelingt Guido Holz so vortrefflich, dass er dafür den Menschenrechts-Filmpreis 2014 in der Kategorie Kurzfilm erhielt.

16:00 Wachstum, was nun – Arte Produktion

Frankreich 2014 – Regie: Marie-Monique Robin – Originalfassung: französisch mit deutschen Untertiteln, Länge: 134 min

WachstumWachstum

„Mehr Wachstum!“ wird in Zeiten von Wirtschafts-, Umwelt- und Finanzkrisen gefordert, denn die amerikanische Immer-mehr-Ideologie gilt als Garant für eine gesunde Ökonomie. Doch wie zeitgemäß ist dieser Mythos angesichts der weltweiten Ressourcenknappheit noch? Dieser Frage geht der Dokumentarfilm auf den Grund – und zeigt Alternativen auf, die sich bereits bewährt haben.

18:30 Debatte (Rethink your World)

Wie lässt sich eine lebenswerte Gesellschaft gestalten? Lebenswert für alle Beteiligten. Welche Möglichkeiten haben wir vor Ort? Was kann jede/r Einzelne tun? Diesen  – sicher nicht einfachen, aber dennoch lohnenswerten – Fragen  gehen wir in dem Abschlussgespräch auf den Grund. Wir haben fünf Gäste eingeladen, von ihren unterschiedlichen Lebensläufen und Projekten zu berichten und uns dadurch zeigen, was möglich ist. Wichtige Themen sind: Zusammenleben, Arbeit, Bildung, Integration, Energie, Ressourcen, Ernährung. Du entscheidest mit, worüber wir reden.

Teilnehmer_innen:

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Patrick Mijnals

Patrick Mijnals studierte Kognitionswissenschaften und ist ab 2006 als Dozent am „Zukunftsinstitut“ tätig. 2012 gründete er die Crowdfunding-Internetplattform „bettervest“, über die Energieeffizienzprojekte finanziert werden. Außerdem ist er Inhaber von „Zukunftsdesigner“ und Vorstandsmitglied der „PDMA e.V.“.

https://www.zukunftsinstitut.de/menschen/patrick-mijnals/
http://www.zukunftsdesigner.de/
https://www.bettervest.de/uber-uns/team

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Anna-Mara Schön

Anna wird 1985 in Hessen geboren. Nach ihrem Master in Supply Chain Management wird sie Mitgründerin von „Shout-OutLoud“ und Programmleiterin für „Kein Essen für die Tonne“. Derzeit ist sie Promotionsstudentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Fulda im Bereich Humanitäre Logistik.

http://shoutoutloud.eu/#mitwirkende

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Nadia Doukali

Geboren 1971 in Marrakesch, seit 1976 in Frankfurt lebend, startet Doukali als Texterin, Musikmanagerin und Moderatorin ins Berufsleben. Als Veranstalterin macht sie sich um den marokkanisch-deutschen Kulturdialog verdient. 2010 schrieb sie das Kinderbuch „Fayzal, der Krebsfänger“, das auch als Hörspiel veröffentlicht wurde. 2011 erschien  „Muhammad, Prophet des Friedens“. Doukali ist Vorstandsmitglied der „Written Art Foundation“. Zurzeit arbeitet sie an verschiedenen Buchprojekten.

http://www.frankfurter-koepfe.de/koepfe/Nadia_Doukali/

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Max Weber

Geboren 1984 in Bergisch-Gladbach. Nach seinem ersten Studium in BWL studierte er Nachhaltiges Wirtschaften in Kassel. Seit Januar 2015 arbeitet er als Projektverantwortlicher im Energiereferat der Stadt Frankfurt. Neben seinem Beruf unterstützt er Zeari Abrahm bei seinen unkonventionellen Projekten rund um das Thema Flucht und Integration.

http://www.transition-cities.net/
http://www.pip-hessen.de/team/
http://www.afriqa.de/pro/
https://www.facebook.com/ubuntuhaus/

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Shai Hoffmann

Geboren 1982 in Berlin. Nach der Ausbildung zum Hotelfachmann studierte er Business Administration und „Design Thinking“. 2007 bekam Shai eine Niere von seinem Vater transplantiert und setzt sich seitdem mit „junge Helden e.V“ für Organspende ein. Seit August 2013 arbeitet Hoffmann am Karma Chakhs-Projekt, einer Fair Trade-Kampagne, die er über Facebook führt. Heute leitet er seine eigene Marketingagentur mit Schwerpunkt Crowdfunding-Kampagnen.

http://www.shaihoffmann.de/
http://goodimpact.org/content/lasset-uns-sharen

Leitschuh_GLS 2013

Moderation: Heike Leitschuh

Die Nachhaltigkeitsberaterin & Weltverbesserin Heike Leitschuh (*1958) publiziert vielfältig in Fach- und Publikumszeitschriften (zum Beispiel Handelsblatt, VDI-Nachrichten, Frankfurter Rundschau oder Forum Nachhaltig Wirtschaften) und moderiert Veranstaltungen verschiedener Formate. 2004 leitete sie vertretungsweise das Corporate Sustainability Management Forum am International Institute for Management Development (IMD) in Lausanne. Seit 2001 ist Heike Leitschuh Mitherausgeberin des Jahrbuch Ökologie. Von 1989 bis 1995 war sie Redakteurin im Frankfurter Verlag der Ökologischen Briefe und leitete dort das Ressort Wirtschaft, seitdem ist sie selbständig tätig. Frau Leitschuh ist Diplom-Politologin. www.heike-leitschuh.de

20:30 Film Pedal the world von Felix Starck

Deutschland 2015 – Regie: Felix Starck – Originalfassung: deutsch mit englischen Untertiteln, Länge: 80 min

Der Dokumentarfilm des Jahres: Pedal the world

Eine Weltreise mit Rad – das war Felix Starcks Traum. Untrainiert fuhr er los. Sein Reisepartner ließ ihn im Stich, sein Opa starb, er bekam eine Lungenentzündung. 17.918 Kilometer, 365 Tage, 22 Länder später ist er ein anderer geworden.


Eintritt

Unser Eintritt ist dreigestaffelt, weil wir so mehr Menschen den Zugang ermöglichen möchten. Gleichzeitig ist es nicht unsere Absicht, nach Sozialausweisen etc. zu fragen. Es gibt reiche Studenten und arme Arbeiter. Du entscheidest also selbst, ob Du gerade knapp bei Kasse bist. Der Basispreis ist der Preis, den wir mindestens brauchen um die Kosten zu decken. Mit dem Unterstützerpreis unterstützt Du die, die weniger haben (und zahlen) oder uns.

Film (oder Kurzfilmreihe) inkl. Debatte oder Extras: 6 € Mindestpreis, 8 € Basispreis, 10 € Unterstützerpreis
Konzert:
6 € Mindestpreis, 8 € Basispreis, 10 € Unterstützerpreis
Tageskarte:
12 € Mindestpreis, 15 € Basispreis, 20 € Unterstützerpreis
3Tage:
25€ Mindestpreis, 30 € Basispreis, 35 € Unterstützerpreis

 

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